Allergien beim Pferd – Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Allergien bei Tieren sind in unserer heutigen Zeit ebenso stark verbreitet wie bei den Menschen. Alleine in der Bundesrepublik Deutschland haben wir einen Wert von ca. 30 % der Gesamtbevölkerung.

Bei Hunden und Katzen ist es leichter als bei Pferden, eine Allergiediagnose zu erstellen. Das liegt daran, dass Allergien beim Pferd verschiedene Symptome auslösen, denen auch anderen Krankheiten zu Grunde liegen können.

Es gibt die allergische Lungenentzündung, – die ersten Symptome sind ein Reizhusten des Pferdes, der nur kurzfristig auftritt. Wie zum Beispiel auch bei bestimmten Futtermitteln, bei spezieller Witterung, Stressverhalten . Tritt der Husten im Stall auf, sollte an einen allergischen Grund gedacht werden. Bei dauerhafter Allergenexposition kann sich der akute Husten zu einer chronischen Bronchitis – COB oder zu asthmatischen Beschwerden oder zu einer Lungenemphysem (Überblähung der Lunge, Dämpfigkeit) entwickeln und ausweiten.

Anzeichen einer Allergieerkrankung können aber auch Hautveränderungen sein, die Hautausschlag – Nesselfieber als Symptomatik zeigen. Die Rötungen und Quaddeln auf der Haut des Pferdes sind äußere Zeichen. Bei langfristigen Kontakt zu dem Allergen können Haarausfall, Ekzembildung (Entzündung der Haut mit Juckreiz und Schwellung) hinzu kommen. Auch das Sommerekzem bei Pferden und anderen Tieren hat einen allergischen Hintergrund. Einige Pferde oder Hunde reagieren auch allergisch auf das Gift der Insekten ( z.B. Gnitzen oder Kriebelmücken).

Auch Augenentzündungen bei Pferden (einhergehend mit Beschwerden wie Tränenfluss, Rötung und Juckreiz ) können durch den Kontakt des Allergens hervorgerufen werden. Sporen von Schimmelpilzen, Staub, Milbenkot oder Pollen aus der Umgebungsluft können die Auslöser sein.

Eine andere Symptomatik ist das Kopfschlagen – Headshaking. Dauerhaftes Kopfschlagen kann ein Hinweis sein auf Rückenprobleme, versteckte Entzündungsherde im Körper, Verhaltensstörungen oder Allergien ohne bestimmte Grundlage.

Eine Behandlung mit Antibiotika bleibt meistens erfolglos ebenso wie eine entzündungshemmende Behandlung (z. B Cortison).

Eindeutige Hinweise auf die Ursache kann nur ein umfassender Allergietest im Labor erbringen. Zu empfehlen ist daher ein Allergietest als Basisuntersuchung und eine Stall – und Weide-Allergieuntersuchung. Solche Blut- und Gebietstests sind in der Regel schon zwischen 45 und 150 Euro zu haben.

Eine mikroskopische Untersuchung des Futters und der Einstreuproben sowie von Staub vom Boden zur Beurteilung der Allergen-Belastung und eine serologischen Blutuntersuchung von 5 ml Blut sind notwendig, um eine biochemische Untersuchung durchführen zu lassen. Im Labor wird geprüft, ob im Blut des Tieres Antikörper gegen potentielle allergieauslösende Substanzen sind.

Wenn keine Antikörper gegen potentielle Allergene vorliegen, ist eine Allergie ausgeschlossen und die vorhandenen Symptome sind Hinweise auf eine andere Krankheit.

Wenn das auslösende Allergen bekannt ist, kann mit der Therapie begonnen  bzw. der Kontakt mit dem Allergen begrenzt/vermieden werden.

Beim Pollen-Allergikern ist eine Begrenzung des Allergens nicht so einfach zu bewerkstelligen. Jedoch kann eine Hyposensibilisierungsmaßnahme gute Erfolge zielen. Die Behandlung muss von der behandelten Person auf die Allergie, die allergische Symptomatik und das Umfeld abgestimmt werden.

Eine erfolgreiche Behandlung der Allergieerkrankung kann auf homöopathischem Weg versucht werden und hat schon einige Erfolge aufgewiesen. Mit einer physikalischen Mitbehandlung des Pferdes, sowie eine Futterumstellung kann das Tier auf das Allergen eingestellt werden.

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